ARK Sachkatalog (1501-1955) der Staatsbibliothek zu Berlin - im Aufbau
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Historische Bestände zur Rechtswissenschaft / Jurisprudenz im Alten Realkatalog (ARK)


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Inhalt, Struktur und Umfang

Der Katalogteil "Jurisprudenz" umfasst im Alten Realkatalog (ARK) insgesamt 146 Sachbände, 3 davon in so genannten Lückenkarteien. Für in Folge des Zweiten Weltkrieges verloren gegangene Katalogbände wurden diese Lückenkarteien anhand des noch vorhandenen (ebenfalls von Kriegsverlusten betroffenen) Bestandes angelegt.

Notationsbereich Jurisprudenz ARK-Bände davon als Lückenkartei
Fi - Fk Allgemeine Kategorien 5 -
Fl - Fm Naturrecht · Völkerrecht 12 2
Fn - Fo Handelsrecht 6 -
Fp - Ft Kirchenrecht 6 -
Fu - Fz Strafrecht 13 -
G - Gk Römisches Recht 11 -
Gl - Hf Amtsbl. Recht Deutschland · Recht Deutsche Teilstaaten 63 1
Hg - Hi Entscheidungen und Gutachten 3 -
Hk - Ho Fremde Rechte 22 -
Hp - Ht Französisches Recht 5 -


> Jurisprudenz
Der Katalogteil "Jurisprudenz" liegt vollständig als Online-Systematik vor.

> Fremde Rechte
Die Abfolge der Länder in diesem Bereich läuft, beginnend mit Europa, prinzipiell von West nach Ost: von Portugal bis zu den Balkanländern, darauf folgen die Länder Asiens, Afrikas, Amerikas und Australiens. Die Zuordnung der Länder, Regionen, Provinzen und Orte richtet sich nach den politischen Gegebenheiten zur Entstehungszeit des ARK Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts.
Siehe: Länderschlüssel

> Französisches Recht
Aufgrund ihres großen Umfangs wurde die Literatur zum französischen Recht separat am Ende der Länderabfolge verzeichnet.

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Sonderkataloge

> Amtsblätter
Amtsblätter der preußischen und außerpreußischer Regierungsbezirke aus der Zeit von 1811 bis 1945
Weitere Informationen: Sammlung Amtsblätter

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Juristische Literatur in anderen Katalogteilen



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Bestandsbeschreibung

Seit jeher ist das Gebiet des Rechts für die Sammlungen der Staatsbibliothek von überaus großer Bedeutung: Bereits im Gründungsbestand von 1661 befanden sich juristische Werke; etwa 90 Jahre später waren von 47 "Classen", die den Gesamtbestand beschrieben, allein 13 mit "Juridici" belegt. Auch in den folgenden Jahrhunderten mit ihrer wechselvollen Geschichte der Erwerbungspolitik blieb das Recht konstant im Fokus des Sammlungsinteresses.

Spätestens die Reichsgründung 1871 und die daraus resultierende Konzentration von Behörden in Berlin führten zu einer verstärkten Sammlungsintensität bei wissenschaftlichen Publikationen im Bereich des Rechts.

Zusätzlich zu den regulären Erwerbungen gab es immer wieder Ankäufe geschlossener Sammlungen juristischer Literatur: Im 19. Jahrhundert handelte es sich vornehmlich um Gelehrtenbibliotheken – allen voran sei hier diejenige Friedrich Karl von Savignys genannt. Ab der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde die Übernahme ganzer Ministerial- und Behördenbibliotheken charakteristisch, beispielsweise wurde im Jahr 1924 die Bibliothek des Preußischen Herrenhauses übernommen.

Der historische Bestand beschränkt sich aber keineswegs auf preußische und deutsche Rechtsliteratur. Ebenso intensiv wurden Rechtsquellen und rechtstheoretische Literatur aus dem Ausland erworben, häufig unterstützt durch ausländische Tauschbeziehungen. Dieser dichte rechtshistorische Bestand ist in der deutschen Bibliothekslandschaft einzigartig und bildet das Fundament für das Sondersammelgebiet Rechtswissenschaften, für das die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) folgerichtig der Staatsbibliothek die alleinige Verantwortung übertrug.

Die Ergänzung des historischen Bestandes wird heute in der Abteilung Historische Drucke fortgeführt und orientiert sich sowohl an den historischen Sammelschwerpunkten als auch an den aktuellen Anforderungen, die die Forschung an das Sondersammelgebiet Rechtswissenschaft stellt. Das im Rahmen innerhalb der Sammlung Deutscher Drucke betreute Zeitsegment von 1871 bis 1912 wird besonders intensiv gepflegt. Darüber hinaus gilt es, den Bestand an deutscher und ausländischer Rechtsliteratur über den gesamten Zeitraum von 1501 bis 1945 möglichst umfassend zu ergänzen. Die Abteilung realisiert auch antiquarische Erwerbungsvorschläge, wo immer dies möglich ist.

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Verluste durch den Zweiten Weltkrieg

Die Bestandsgruppe Recht kehrte nach 1945 in erheblichem Umfang wieder aus den Auslagerungsorten zurück. Nur ein geringer Teil des Bestandes zählt zu den Kriegsverlusten oder befindet sich an Standorten in polnischen und russischen Bibliotheken. Das Recht ist eine der Bestandsgruppen, die bereits vollständig im Magazin des Hauses Unter den Linden zusammengeführt sind.

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